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 Mit etwas Wehmut übergaben Ernst Gerlach und sein Team vom ASSO-Verlag Oberhausen am 9. August 2015 mit ihrem Archiv ein Stück Literaturgeschichte an das Fritz-Hüser-Institut.

12 große Umzugskisten mit Manuskripten und Korrespondenzen, Mappen mit Rezensionen, Verlagsanzeigen und -prospekten, Plakaten und Büchern fanden durch Vermittlung des Schriftstellers Heinrich Peuckmann, selbst Autor des Verlages und Mitglied der Fritz Hüser-Gesellschaft, den Weg ins Fritz-Hüser-Institut.

Der ASSO-Verlag bot über ein Vierteljahrhundert regionalen Autoren die Möglichkeit sich im Zuge der politischen Bewegungen nach 1968 mit engagierter Literatur zu Wort zu melden. Die Berliner Publizistin Annemarie Stern und die aus Oberhausen stammende Anneliese Althoff gründeten gemeinsam 1970 den Verlag. Das programmatische Anliegen der Gründerinnen erklärt sich aus dem Zitat Alfred Döblins: "Bücher sind Fahrpläne, die mitteilen können, wann man in den Städten namens Widerstand, Freiheit und Veränderung ankommt."

Als Lektorin legte Annemare Stern die Schwerpunkte der Publikationen auf die Ruhrgebietsliteratur, die "Geschichte von unten" und die literarische und künstlerische Darstellung des Arbeitsleben von Bergleute, Stahlarbeitern und anderen Werktätigen. Die Abkürzung Asso, die sie von dem Assoziation ableitete, bedeutete für sie die Zusammenarbeit von Menschen mit gemeinsamen Interessen.